Kontakt  |  Über Bioboom  |  Bioboom abonnieren

Bioboom-94-Meldung-Thema-Landwirtschaft-Titelbild

Land­wirt­schaft im Kli­ma­wan­del
Mit Bio bes­ser aufgestellt

Hirse und Soja statt Weizen und Mais? Ventilatoren und Wasservernebelungsdüsen im Stall? Auch in Deutschland muss sich die Landwirtschaft an das sich ändernde Klima anpassen. Bio-Betriebe sind grundsätzlich besser gerüstet, um mit Wetterextremen klarzukommen. Auch im ökologischen Landbau gibt es Handlungsbedarf.
Bioboom Hintergrund Titelbild Bio-Landwirtschaft im Klimawandel
Bioboom Hintergrund Titelbild Bio-Landwirtschaft im Klimawandel

Siehe auch:

Siehe auch:

Von zwei Din­gen soll­te sich nie­mand täu­schen las­sen: Ers­tens vom eher durch­schnitt­li­chen Som­mer 2021. Mäßig war­me Tage im Juli und August, beglei­tet von gele­gent­li­chen Regen­fäl­len – das wird in Zukunft eher die Aus­nah­me sein. Dage­gen waren die extrem hei­ßen und vor allem tro­cke­nen Som­mer­mo­na­te der Jah­re 2018 bis 2020 ver­mut­lich nur ein Vor­ge­schmack auf das, was wir zu erwar­ten haben. Zwei­tens kann zwar durch­aus der Ein­druck ent­ste­hen, der Deut­sche Bau­ern­ver­band jam­me­re immer über zu schlech­te Ern­ten, egal wie das Wet­ter ist. Doch das, was mit dem Kli­ma­wan­del auf die Land­wirt­schaft zukom­men wird, treibt den Landwirt:innen wirk­lich und abso­lut zu Recht Sor­gen­fal­ten auf die Stirn.

 

Ver­än­der­te Bedin­gun­gen weltweit

 

Die Land­wirt­schaft steht vor der Her­aus­for­de­rung, den Aus­stoß von Methan und Lach­gas zu redu­zie­ren – deren Anteil an den gesam­ten deut­schen Treib­haus­gas­emis­sio­nen liegt immer­hin bei neun Pro­zent. Welt­weit müss­ten sich Bau­ern schon inner­halb des nächs­ten Jahr­zehnts auf neue Kli­marea­li­tä­ten ein­stel­len, warn­te das renom­mier­te Pots­dam-Insti­tut für Kli­ma­fol­gen­ab­schät­zung im Novem­ber. Wenn sich die der­zei­ti­gen Trends fort­setz­ten, wer­de es tief­grei­fen­de Ver­än­de­run­gen bei den Anbau­be­din­gun­gen und Erträ­gen der wich­tigs­ten Kul­tur­pflan­zen geben.

 

Her­aus­for­de­run­gen auch in Deutschland

 

Dra­ma­tisch wird es ver­mut­lich vor allem im Glo­ba­len Süden: Dort, wo tra­di­tio­nell viel Mais ange­baut wird, wer­den die Ern­ten auf­grund des Kli­ma­wan­dels ver­mut­lich um ein Fünf­tel gerin­ger aus­fal­len – mit erns­ten Fol­gen für die Ernäh­rungs­si­cher­heit der dor­ti­gen Bevöl­ke­rung. Doch auch in Deutsch­land wer­den die Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels sicht- und spür­bar sein. Dass auch die deut­sche Land­wirt­schaft ver­letz­lich ist, zeig­te sich 2018, im bis­lang wärms­ten Jahr seit Beginn regel­mä­ßi­ger Wet­ter­auf­zeich­nun­gen. Durch die Hit­ze und lang anhal­ten­de Tro­cken­heit gab es damals beson­ders in Nord­deutsch­land, Sach­sen-Anhalt, Sach­sen und Tei­len Bay­erns hohe Ertrags­ein­bu­ßen, nicht nur bei Getrei­de, son­dern auch beim Grün­fut­ter für das Vieh.

 

Mehr Hit­ze, mehr Regen, mehr Extreme

 

Alles spricht dafür, dass 2018 kei­ne Aus­nah­me blei­ben wird. Neun der zehn wärms­ten Jah­re in Deutsch­land wur­den nach dem Jahr 2000 beob­ach­tet. Die durch­schnitt­li­che Tem­pe­ra­tur steigt nach Anga­ben des Umwelt­bun­des­am­tes eben­so wie die Anzahl der hei­ßen Tage mit einer Maxi­mal­tem­pe­ra­tur von über 30 Grad. Klet­ter­te das Ther­mo­me­ter um 1950 nur an etwa drei Tagen jähr­lich über die 30-Grad-Mar­ke, sind es aktu­ell schon durch­schnitt­lich zehn Tage. Nach den Pro­gno­sen der Expert:innen könn­ten es Mit­te des Jahr­hun­derts schon 15 und Ende des Jahr­hun­derts über 30 hei­ße Tage pro Jahr geben. Auch die Nie­der­schlags­mus­ter ver­än­dern sich: Schon heu­te fällt im Osten und Nord­os­ten Deutsch­lands deut­lich weni­ger Regen als im Wes­ten und Süden, die­ser Trend dürf­te sich eben­falls ver­stär­ken. Außer­dem steigt das Risi­ko für schwe­re Unwet­ter: Einer­seits wer­den mehr Tage ohne Regen erwar­tet, ande­rer­seits aber auch mehr Tage mit inten­si­ven Starkniederschlägen.

 

 

Bioboom Hintergrund Schwimmende Heuballen nach Starkregen

 

Zu frü­he Blü­te, zu kur­ze Reifezeit

 

Wel­che kon­kre­ten Aus­wir­kun­gen der Kli­ma­wan­del auf die Land­wirt­schaft haben wird, damit hat sich der »Kri­ti­sche Agrar­be­richt 2021« befasst: Pflan­zen fan­gen frü­her an aus­zu­trei­ben und zu wach­sen, weil die Win­ter mil­der und die Tem­pe­ra­tu­ren im Früh­jahr oft schon recht hoch sind. Mit dem früh­zei­ti­gen Vege­ta­ti­ons­be­ginn steigt aber die Gefahr, dass Spät­frös­te im April oder Mai alles zunich­te machen. Außer­dem ent­wi­ckeln sich Pflan­zen zu schnell. Bei Getrei­de kann das dazu füh­ren, dass die soge­nann­te Korn­fül­lungs­pha­se zu kurz ist, um gute Erträ­ge zu bringen.

 

Bei hohen Som­mer­tem­pe­ra­tu­ren ver­brau­chen Getrei­de, Kar­tof­feln und Gemü­se viel Was­ser, der Boden trock­net ent­spre­chend aus. Das hat zur Fol­ge, dass kräf­ti­ge Regen­fäl­le von der Erde nicht mehr gut auf­ge­nom­men wer­den kön­nen, son­dern schnell abflie­ßen – und einen Teil des Bodens mit sich rei­ßen. Auch star­ker Wind kann bei aus­ge­trock­ne­ten Fel­dern zur Boden­ero­si­on füh­ren. Ver­än­dern wer­den sich ver­mut­lich auch die Pflan­zen­krank­hei­ten sowie Schäd­lin­ge und Unkräu­ter, mit denen die Bäue­rin­nen und Bau­ern in Zukunft zu kämp­fen haben werden.

 

Pro­ble­me für Insekten

 

Wei­te­re mög­li­che Fol­gen für die Land­wirt­schaft skiz­ziert auch der zwei­te Teil­be­richt der »Kli­ma­wir­kungs- und Risi­ko­ana­ly­se 2021 für Deutsch­land«, den das Umwelt­bun­des­amt im Juni 2021 ver­öf­fent­lich­te. Blü­hen die Pflan­zen immer frü­her, kön­ne das bedeu­ten, dass die Bestäu­ber­in­sek­ten noch gar nicht bereit sind: Denn Bie­nen und Hum­meln ent­wi­ckeln sich nach der Win­ter­son­nen­wen­de nur lang­sam zu star­ken Völ­kern, die dann von Blü­te zu Blü­te fliegen.

 

Mit den stei­gen­den Tem­pe­ra­tu­ren und dem zuneh­men­den CO2-Gehalt der Atmo­sphä­re redu­zie­re sich der Gehalt von Eiwei­ßen und Spu­ren­ele­men­ten in Feld­früch­ten von soge­nann­ten C3-Pflan­zen, die mit nor­ma­ler Pho­to­syn­the­se arbei­ten – dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se Wei­zen, Rog­gen, Gers­te, Hafer, Kar­tof­feln, Reis und Soja­boh­nen. Im Vor­teil sei­en dann C4-Pflan­zen wie Mais, Hir­se, Ama­ranth oder Zucker­rohr. Sie nut­zen einen ande­ren Stoff­wech­sel­weg und kom­men mit Hit­ze und Was­ser­knapp­heit bes­ser zurecht.

 

Bildcollage zu Nutztierhaltung am Beispiel von Schweinemast

 

Stress für Nutztiere

 

Auch in der Nutz­tier­hal­tung wer­den die Kon­se­quen­zen des Kli­ma­wan­dels spür­bar wer­den. Wie den Men­schen machen auch Tie­ren hei­ße Tage und tro­pi­sche Näch­te zu schaf­fen. War­um soll­te es bei ihnen anders sein? Beein­träch­tigt wird nicht nur das Wohl­be­fin­den, son­dern auch die Leis­tungs­fä­hig­keit: Kühe geben schon bei gerin­gem Hit­zes­tress weni­ger Milch, deren Qua­li­tät zudem ver­än­dert ist. Schwei­ne reagie­ren auf Hit­ze mit einer redu­zier­ten Fut­ter­auf­nah­me und einem ent­spre­chend gerin­ge­ren Wachs­tum. Mast­hähn­chen und Lege­hen­nen wach­sen lang­sa­mer und legen weni­ger, die Eier sind klei­ner und haben eine dün­ne­re Scha­le. Außer­dem wäre da noch das The­ma Vieh­fut­ter: Ein gro­ßer Teil davon wird impor­tiert, bei­spiels­wei­se Soja. Doch der Kli­ma­wan­del könn­te auch den gigan­ti­schen Soja-Mono­kul­tu­ren in Bra­si­li­en oder den USA zuset­zen – und die deut­schen Vieh­be­trie­be vor unge­ahn­te Pro­ble­me stellen.

 

Lösun­gen aus dem Bio-Landbau

 

Um in Zukunft bestehen zu kön­nen, muss die Land­wirt­schaft sich anpas­sen, und zwar unver­züg­lich. Denn vie­le Maß­nah­men brau­chen ihre Zeit, um wirk­sam zu wer­den. Vor­ge­schla­gen wird in dem Bericht unter ande­rem, dass land­wirt­schaft­li­che Betrie­be sich wie­der brei­ter auf­stel­len. Vie­le sei­en heu­te sehr spe­zia­li­siert, um wirt­schaft­li­cher arbei­ten zu kön­nen: »Dies hat zur Fol­ge, dass über Erfolg oder Miss­erfolg und damit das Über­le­ben eines Betrie­bes häu­fig ein ein­zi­ges Pro­dukt ent­schei­det.« Not­wen­dig sei­en dar­über hin­aus viel­fäl­ti­ge­re Frucht­fol­gen, die Zucht und der Anbau hit­ze­to­le­ran­ter Kul­tu­ren, eine scho­nen­de­re Bear­bei­tung des Bodens. Außer­dem robus­te­re Tier­ras­sen statt Vieh, das auf Hoch­leis­tun­gen gezüch­tet ist, und der Anbau von tro­cken­heits­ver­träg­li­chen Tief­wurz­lern wie Luzer­ne und Hir­se­ar­ten als alter­na­ti­ve Futtermittel.

 

Kein Wun­der, dass für die Autor:innen des Berichts der öko­lo­gi­sche Land­bau als gutes und trag­fä­hi­ges Mit­tel der Wahl erscheint, als erprob­te kli­ma­an­ge­pass­te Bewirt­schaf­tungs­stra­te­gie: Vie­le der Punk­te auf der Vor­schlags­lis­te gehö­ren für Bio-Bau­ern und ‑Bäue­rin­nen schon lan­ge zum nor­ma­len All­tag. Ist der Öko­land­bau also bes­tens für den Kli­ma­wan­del gerüs­tet? »Der öko­lo­gi­sche Land­bau ist sicher wider­stands­fä­hi­ger, weil unse­re Betrie­be sich um einen gesun­den Boden mit einer guten Was­ser­hal­te­ka­pa­zi­tät bemü­hen«, sagt Gerald Weh­de, beim Anbau­ver­band Bio­land Geschäfts­lei­ter für Agrar­po­li­tik und Kom­mu­ni­ka­ti­on. Beson­ders wich­tig sei der Humus­auf­bau, das heißt der Auf­bau einer nähr­stoff­rei­chen obe­ren Erd­schicht mit vie­len Boden­le­be­we­sen. Die Humus­schicht sei einer­seits ein beacht­li­cher Was­ser­spei­cher und neh­me ande­rer­seits durch das gute Boden­ge­fü­ge auch star­ke Nie­der­schlä­ge bes­ser auf. Die Qua­li­tät des Bodens zu ver­bes­sern, sei daher als breit wirk­sa­me Maß­nah­me enorm wichtig.

 

Bildcollage von einem Trecker der auf einem Feld Kartoffeln einfährt

 

Ob Pflan­ze oder Tier: Auch Bio braucht neue Züchtungen

 

Trotz­dem kön­ne es an »Extremstand­or­ten« mit san­di­gen Böden und schon heu­te oft tro­cke­nen Som­mern wie in Bran­den­burg schwie­rig wer­den für Bio-Landwirt:innen: »Natür­lich kann ich da Hir­se anbau­en, aber ich muss das ja auch ver­kau­fen kön­nen.« Mit­tel­fris­tig sei es drin­gend not­wen­dig, sich mit regio­nal ange­pass­ten, resi­li­en­ten Züch­tun­gen zu beschäf­ti­gen, die sowohl mit Tro­cken­heit als auch mit zu viel Näs­se zurecht­kom­men. »Die Züch­tung neu­er Sor­ten dau­ert min­des­tens zehn bis 15 Jah­re, und da brau­chen wir auch die Zusam­men­ar­beit mit Züch­tern aus dem kon­ven­tio­nel­len Bereich, die ohne gen­tech­ni­sche Ver­fah­ren arbei­ten«, meint Weh­de. Neben den Pflan­zen müss­ten auch die Nutz­tie­re so gezüch­tet wer­den, dass sie mit dem verän-der­ten Kli­ma und höhe­ren Tem­pe­ra­tu­ren klar­kom­men: »Es kann nicht die Lösung sein, Stäl­le mit Ven­ti­la­to­ren und Was­ser­ver­ne­be­lung oder gar Kli­ma­an­la­gen zu bauen.«

 

Beim Anbau­ver­band Deme­ter wird die Not­wen­dig­keit neu­er Züch­tun­gen eben­falls gese­hen. Zwar wür­den sich Landwirt:innen schon jetzt mit einer ver­än­der­ten Kul­tur­aus­wahl an die kli­ma­ti­schen Ver­än­de­run­gen anpas­sen: »Der Anbau von tro­cken­stress­to­le­ran­tem Hart­wei­zen oder Früch­ten wie Melo­nen, Phy­sa­lis und Kiwi wei­tet sich in Deutsch­land aus«, zählt Ame­li Uhlig, Refe­ren­tin für poli­ti­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on bei Deme­ter, eini­ge Bei­spie­le auf. Um stand­ort­an­ge­passt bes­ser reagie­ren zu kön­nen, brau­che es aber wei­te­re Züchtungen.

 

Eine Auf­ga­be für die gesam­te Landwirtschaft

 

Einig sind sich Uhlig und ihr Bio­land-Kol­le­ge Weh­de auch in der Ein­schät­zung, dass öko­lo­gisch wirt­schaf­ten­de Betrie­be durch die jetzt bereits übli­che Diver­si­fi­ka­ti­on ihr Risi­ko min­dern, von Kli­ma­ex­tre­men wirt­schaft­lich stark betrof­fen zu sein: »Wenn eine gro­ße Viel­falt unter­schied­li­cher Kul­tu­ren ange­baut wird, ist es sehr wahr­schein­lich, dass uner­war­te­te Kli­ma­er­eig­nis­se nur einen Teil der Ern­te tref­fen, da nicht alle Feld­früch­te zur glei­chen Zeit reif wer­den«, so Uhlig. Aus den Erfah­run­gen der ver­gan­ge­nen Jah­re habe man zudem eini­ges gelernt: »Bei uns ist es inzwi­schen Vor­schrift, einen Puf­fer an Vieh­fut­ter anzu­le­gen. Und wir haben Koope­ra­ti­ons­netz­wer­ke auf­ge­baut, um ein­an­der bei extre­men Ereig­nis­sen aus­zu­hel­fen«, sagt Gerald Weh­de. Vie­les geht also schon in die rich­ti­ge Rich­tung. »Es ist wich­tig, dass wir uns mit dem The­ma Kli­ma­an­pas­sung aus­ein­an­der­set­zen, um in ande­re Denk- und Anbau­pro­zes­se zu kom­men. Das gilt aber für die gesam­te Landwirtschaft.«

 

→ Bir­git Schumacher

 

 


Wenn du dich für Kli­ma­wan­del interessierst:
→ Jetzt lesen: was jede:r von uns gegen den Kli­ma­wan­del tun kann


 

 

Die­ser Bei­trag erschien in Aus­ga­be 94 — Früh­jahr 2022

Bioboom Frühjahresausgabe Cover Nr. 94

 

Weiterlesen

Das könnte dir auch gefallen
Bioboom Frühjahrsausgabe 2023 Titelthema Die Alten Wilden
Hintergrund

Wie Bio begann
Die alten Wilden

In den 1970er Jah­ren ent­stand die Bio-Bran­che. Sie ­for­mier­te sich aus jun­gen Men­schen, die gro­ße Idea­le ­hat­ten und anders ­leben woll­ten als der Main­stream. Heu­te geht es für die Bio-­Pionier:innen von damals in ­Rich­tung Ruhe­stand. Die Pro­ble­me, die sie lösen woll­ten sind lei­der immer ­noch aktu­ell. Die Idea­le, ­die sie moti­vier­ten, glück­li­cher­wei­se ebenfalls. 

Bioboom Sommerausgabe 2023 – Titelbild zum Thema Pestizide
Hintergrund

Pes­ti­zi­de
Pflan­zen schüt­zen, Welt vergiften?

Pes­ti­zi­de ver­brei­ten sich groß­flä­chig in der Umwelt. Der Bio-Land­bau zeigt, dass es auch anders geht. Aber aus­ge­rech­net Öko-Betrie­be haben unter den Fol­gen des Ein­sat­zes in der kon­ven­tio­nel­len Land­wirt­schaft zu lei­den. Und über­haupt: Pes­ti­zi­de, oder wie sie die Agrar­in­dus­trie schön­fär­bend nennt »Pflan­zen­schutz­mit­tel«, sol­len Ern­ten und Ernäh­rungs­si­cher­heit für alle sichern. 

Bioboom 100 Jubiläumsausgabe Herbst 2023
Hintergrund

Mehr Bio bis 2030
Auf dem Weg zum 30-Prozent-Ziel

Mehr als 37.000 Bio-Höfe gibt es in Deutsch­land. Und die Bun­des­re­gie­rung will, dass es mehr wer­den. Denn bis zum Jahr 2030 soll etwa ein Drit­tel der land­wirt­schaft­li­chen Flä­che in Deutsch­land nach öko­lo­gi­schen Stan­dards bewirt­schaf­tet wer­den. Das klingt nach viel, letzt­lich wäre es eine Flä­che, unge­fähr so groß wie Niedersachsen. 

Cookie Consent Banner von Real Cookie Banner