Das Magazin für
Kopf und Bauch

Das Magazin für
Kopf und Bauch

Bioboom-Hersteller-Allos-Bio-Titelbild

Bio-Klas­si­ker Allos
Super­food damals und heute

Es ist eine dieser typischen Pionier-Geschichten aus der Bio-Branche: Inspiriert von der Alternativ- und Umweltbewegung hatte sich in den 1970er Jahren auf einem alten Fachwerkhof im nieder­sächsischen Drebber ein Selbstversorger-Kollektiv gegründet.
Bioboom Hersteller Allos Biomüsli
Bioboom Hersteller Allos Biomüsli

Siehe auch:

Siehe auch:

Die jun­gen Aussteiger:innen erzeug­ten unter ande­rem Honig, der auch an die ers­ten, damals ent­ste­hen­den Bio-Läden ver­mark­tet wur­de. Mit von der Par­tie: Allos-Grün­der Wal­ter Lang.

Bioboom Allos Hersteller Amaranth Müsli
Das Allos Ama­ranth Früch­te Müs­li damals und heu­te: Die Ver­pa­ckung wur­de mitt­ler­wei­le moder­ni­siert – der Inhalt ist der Glei­che: Links die Ama­ranth Früch­te Müs­li Ver­pa­ckung von 1982, rechts das Ama­ranth Früch­te Müs­li wie es heu­te aussieht.

 

Rei­se­ent­de­ckung Amaranth

Auf einer Süd­ame­ri­ka-Rei­se Anfang der 80er Jah­re ent­deck­te er auf einem mexi­ka­ni­schen Markt Ama­ranth, ein tra­di­tio­nel­les Lebens­mit­tel, dass bereits auf dem Spei­se­plan der Inka stand. Lang wur­de neu­gie­rig. Schnell war er tief beein­druckt von den guten ernährungs­physiologischen Eigen­schaf­ten und vor allem vom lecke­ren Geschmack die­ses »Wun­der­korns der Inka«. Er brach­te den Ama­ranth nach Deutsch­land und begann, die ers­ten Pro­duk­te zu produzieren.

 

Es war der Beginn einer Erfolgsge­schichte sowohl für Ama­ranth (der heu­te sogar bereits teil­wei­se in Deutsch­land ange­baut wird) als auch für Allos. Bereits 1982 gab es das ers­te Allos Ama­ranth Früch­te Müs­li: Eine aus­ge­wo­ge­ne Mischung aus Hafer­voll­korn­flo­cken, gepopp­tem Ama­ranth (Lang hat­te ent­deckt, dass er so beson­ders lecker und ver­träg­lich ist), Früch­ten und ­Nüs­sen. Es war das ers­te Ama­ranth Müs­li vom ­Allos Hof in Dreb­ber und im Natur­kost­fach­han­del überhaupt.

 

Des­halb trägt es noch heu­te, fast vier­zig Jah­re spä­ter, stolz die Bezeich­nung »Das Ori­gi­nal«. Amü­siert erin­nert man sich bei Allos, dass die ers­ten Müs­lis noch in einer alten Bade­wan­ne gemischt wur­den. Damit war es aller­dings schnell vor­bei: Das Müs­li war so erfolg­reich, dass schnell wei­te­re Müs­lis und Pro­duk­te mit Ama­ranth folg­ten und sich die Pro­duk­ti­on (wie in der gesam­ten Bio-Bran­che) zügig pro­fes­sio­na­li­sier­te. Auch wenn sich Wal­ter Lang mitt­ler­wei­le zur Ruhe gesetzt hat: Sein Bio-Klas­si­ker wird bis heu­te aus bes­ten Bio-Zuta­ten und mit jeder Men­ge Bio-Ama­ranth auf dem ­Allos Hof in Dreb­ber hergestellt.

Fotos: © Allos

 

· allos.de

 

Die­ser Bei­trag erschien in Aus­ga­be 93 — Win­ter 2021

Bioboom Magazin Ausgabe 93 Cover

Die Bio-Klas­si­ker

In unse­rer neu­en Rubrik stö­bern wir für Euch Bio-Klas­si­ker auf: Pro­duk­te, die es seit min­des­tens zwan­zig Jah­ren gibt.
Wo sich – logisch – das ­Eti­kett mit den Zei­ten ver­än­dert hat, aber nicht das Rezept und die Zuta­ten. Die damals wie heu­te ein­fach gut sind, so wie sie sind und mitt­ler­wei­le schon der zwei­ten oder gar drit­ten Genera­ti­on schmecken.

Übri­gens: Wenn Ihr so einen Favo­ri­ten habt, dann sagt uns ger­ne Bescheid und schickt uns eine nach­richt über das kon­takt­for­mu­lar. WIr freu­en uns drauf!

Weiterlesen

Das könnte dir auch gefallen
Bioboom Magazin – Ernährungssicherheit vs. Nachhaltigkeit – Konstruierter Widerspruch
Hintergrund

Kon­stru­ier­ter Wider­spruch
Ernäh­rungs­si­cher­heit vs. Nachhaltigkeit

Der Ukrai­ne-Krieg zeigt erneut die Abhän­gig­keit und Anfäl­lig­keit inter­na­tio­na­ler Lie­fer­ket­ten. Kaum hat­te er begon­nen, wur­den bereits For­de­run­gen laut, Kli­ma­schutz- und Nach­hal­tig­keits­zie­le in der euro­päi­schen Land­wirt­schaft zurück­zu­stel­len: Schließ­lich gin­ge es um Ernäh­rungs­sou­ve­rä­ni­tät und ‑sicher­heit. Aber: Schließt das eine das ande­re wirk­lich aus?

Tauschen, teilen selber machen
Gut leben

Da geht noch was!
Tau­schen, tei­len, sel­ber machen

Kann ich das aus­lei­hen? Lässt sich das repa­rie­ren? Muss ich das bestel­len oder krie­ge ich es vor Ort? Digi­tal oder Ana­log? Brau­che ich das wirk­lich? – Mög­lich­kei­ten umwelt­be­wuss­ter und nach­hal­ti­ger zu Leben und die vor­han­de­nen Res­sour­cen zu nut­zen gibt es vie­le. Wir haben euch eini­ge Denk­an­stö­ße zusammengestellt.