Mangels Alternativen müssen sie ihre Milch häufig noch als konventionell vermarkten. Ebenfalls in dieser Zeit zieht es das Ehepaar Heide und Hermann Beer aus Berlin ins Allgäu. Sie beginnen damit, Bio-Kartoffeln, ‑Äpfel und ‑Käse von umliegenden Höfen zu beziehen und die ersten Bio-Läden in München zu beliefern. Schon bald lag ihr Schwerpunkt vollständig auf Bio-Käse und darauf, Partnerbetriebe zu gewinnen und Sortenvielfalt anbieten zu können.

Georg Bantel senior bei der Arbeit in der alten Käserei
Einer der ersten Partner war die Feinkäserei der Geschwister Bantel im österreichischen Möggers, übrigens auch der nächstgelegene Lieferant. Kein Wunder, dass Hermann Beer öfter auch im familieneigenen Gasthof der Geschwister Bantel vorbeischaute. Dort aß er besonders gerne den leckeren Camembert aus der Feinkäserei, knusprig paniert und ausgebacken. Und so entstand die Idee, den Back-Camembert in die Regale der Bio-Läden zu bringen – eines der ersten Convenience-Produkte im Kühlregal und bis heute ein Renner.
Hergestellt wird der ÖMA Back-Camembert damals wie heute von den Geschwistern Bantel. Gegründet wurde ihr Betrieb, von dem aus man das Alpenvorland und den Bodensee überblickt bereits im Jahr 1886. Bis heute wird er in nunmehr 4. Generation als Familienunternehmen geführt. Und auch der Back-Camembert, der, ganz wie im Wirtshaus, klassisch mit Mehl, Ei und Semmelbröseln paniert und anschließend in reinem Butterfett vorgebacken wird, hat bereits mehrere Generationen von Bio-Genießer:innen beglückt und wird das – so hoffen wir – auch in Zukunft tun. Die Chancen stehen gut: Denn nicht nur der Back-Camembert, auch das einst von Heide und Hermann gegründete Unternehmen ÖMA ist eine Erfolgsgeschichte und feiert in diesem Jahr den 40. Geburtstag. Die Käsefans aus der Bioboom-Redaktion gratulieren herzlich!



