Wenn man die Spritzgebäcke aus der Backstube in Erdmannhausen probiert, ist der erste Eindruck: Lecker. Und dafür braucht es nur vier Zutaten: Vollkorngetreide,
Rohrohrzucker, Butter und eine Prise Salz. Wenn man dann den zweiten Keks aus der Packung nimmt, folgt eine kleine Überraschung: Die Kekse sehen nicht alle gleich aus. Sie sind mal ein bisschen größer, mal ein bisschen kleiner, ein bisschen anders gespritzt.
Bei ErdmannHAUSER steht der Mensch im Mittelpunkt. Deshalb wird auch das Spritzgebäck von Hand gefertigt: Der weiche Spritzmürbeteig wird mit einer kleinen, von Fuß und Händen bedienten Maschine durch eine Spritztülle auf die Bleche dressiert. Dabei bestimmt der Mensch den Takt – und wie der Teig aufgespritzt wird, beeinflusst die Größe der einzelnen Gebäckstücke. So ist jedes Stück ein kleines Unikat, statt industriell genormt zu sein.
Auch beim Verpacken bleibt diese Individualität erhalten. Die Spritzgebäcke werden von Hand in die Tüten gefüllt. Die Grammatur beträgt immer 200 Gramm — die Anzahl der Gebäckstücke kann jedoch variieren. Sind die Kekse etwas kleiner, passt eben auch einmal ein Stück mehr in die Tüte, bei größeren Gebäckstücken entsprechend eines weniger. »Wir bekommen regelmäßig Rückmeldungen von Kundinnen und Kunden, denen das aufgefallen ist«, berichtet Claudine Bonnefoit-Jahn, die bei ErdmannHAUSER in der Geschäftsleitung mitarbeitet.
Im Laufe der Jahre deutlich modernisiert wurde die Verpackung.
Aber was ist das für ein Unternehmen, das industrielle Prozesse mit handwerklichem Können und einem besonderen Anspruch an Qualität verbindet? Seit 1989 steht ErdmannHAUSER Getreideprodukte für die Idee, die biologisch-dynamische Landwirtschaft unmittelbar in gute, handwerklich hergestellte Lebensmittel zu übersetzen. Gegründet wurde das Unternehmen von Karl Huober als Partner der Demeter-Bauern — und dieser partnerschaftliche Gedanke prägt ErdmannHAUSER bis heute. Das Getreide stammt von mehr als 90 partnerschaftlich verbundenen Demeter-Bauern aus Deutschland, anonyme Ware gibt es bei ErdmannHAUSER nicht.
Von der Getreidezüchtung über die biologisch-dynamisch wirtschaftenden Höfe bis zur eigenen Mühle, in der das Korn vermahlen wird und der Bäckerei: Damals wie heute arbeitet man bewusst mit den Menschen zusammen, die an der Entstehung und dem Vertrieb der Lebensmittel beteiligt sind. »Bei ErdmannHAUSER geht es nicht darum, alles gleich zu machen. Es geht darum, aus guten Zutaten, handwerklichem Können und partnerschaftlicher Zusammenarbeit gute Lebensmittel entstehen zu lassen«, fasst Claudine Bonnefoit-Jahn zusammen.
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