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Die Dusche als All­tags­ri­tu­al
War­mer Regen

Das Duschen zählt mit Zähneputzen und Händewaschen zu den Top 3 der Körperpflege. Wann, wie oft, wie lange, mit was (oder wem)? Dazu gibt es keine allein »richtige« Antwort. Fest steht für uns: Duschen ist mehr als ein pragmatisches »Muss«, es kann ein echtes Wohlfühlritual sein — besonders mit Naturkosmetik.
Bioboom 110 – Warmer Regen – Duschen als Alltagsritual
Bioboom 110 – Warmer Regen – Duschen als Alltagsritual

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Täg­li­che Dusche? Eher nicht. Nur 43 Pro­zent der Deut­schen duschen jeden Tag, rund 41 Pro­zent zwei- bis drei­mal pro Woche und rund 10 Pro­zent nur ein­mal wöchent­lich, wie die Bild-Zei­tung 2024 berich­te­te. Rich­tig lie­gen mit die­ser Fre­quenz alle (zumin­dest, wenn wir anneh­men, dass die 10 Pro­zent sich zwi­schen­durch mal mit dem Wasch­lap­pen frisch machen): Wer im Som­mer oder nach dem Sport ver­schwitzt ist oder sich ein­fach frisch füh­len möch­te, kann durch­aus täg­lich unter die Dusche stei­gen. Die meis­ten Dermatolog:innen und Hautpflege-Expert:innen fin­den aber, dass zwei bis drei Duschen pro Woche rei­chen, um hygie­nisch sau­ber zu sein.

Nicht zu lan­ge und nicht zu warm

So schön es ist, unter der hei­ßen Dusche so lan­ge zu ste­hen, bis einem rich­tig warm ist: Die Haut fin­det das nicht so toll. Aus der­ma­to­lo­gi­scher Sicht liegt die opti­ma­le Dusch­dau­er zwi­schen fünf und zehn Minu­ten, die per­fek­te Tem­pe­ra­tur bei 35–38 °C. Wer das nicht so ger­ne hört (wie zum Bei­spiel die Autorin die­ses Arti­kels), kann sich damit trös­ten, dass kür­zer und küh­ler nicht nur bes­ser für die Haut ist, son­dern auch Was­ser und Ener­gie spart. Eigent­lich ein­leuch­tend ist, dass nicht der gesam­te Kör­per jeden Tag inten­siv ein­ge­schäumt wer­den muss, son­dern nur die Zonen, in denen Geruch ent­steht: Ach­seln, Intim­be­reich und Füße.

Mehr als nur »Abwa­schen«

Nach­dem wir das Prag­ma­ti­sche geklärt hät­ten: Wie eine aktu­el­le Umfra­ge von Sani­tär­tech­nik-Her­stel­ler Hans Gro­he zeigt, ist die Dusche für über 60 Pro­zent der Deut­schen so etwas wie eine »emo­tio­na­le All­zweck­waf­fe des All­tags«. Sie dient als Stim­mungs­auf­hel­ler, Stress­lö­ser oder Ener­gie-Boos­ter für den Tag.

Duschen mit Naturkosmetik

Allein das strö­men­de Was­ser tut der See­le schon gut. Die Wahl des Dusch­pro­dukts kann ein Übri­ges bei­tra­gen — beson­ders, wenn Ihr auf Natur­kos­me­tik setzt. Dann könnt Ihr sicher sein, dass aggres­si­ve Ten­si­de aus der Erd­öl­che­mie, umstrit­te­ne Emul­ga­to­ren und über­flüs­si­ge Hilfs­stof­fe außen vor blei­ben. Statt des­sen kom­men hier (Bio-)Pflanzenextrakte, mil­de pflanz­li­che Ten­si­de und pfle­gen­de Inhalts­stof­fe zum Ein­satz. Die Haut dankt.

Aro­ma­the­ra­pie inklusive

Die Nase eben­so: Denn kon­ven­tio­nel­le Dusch­ge­le wer­den fast immer mit Aro­ma­stof­fen aus dem Labor par­fü­miert. Die rie­chen oft sehr inten­siv und kön­nen ein brei­tes Spek­trum von Frucht­aro­men bis zu Fan­ta­sie-Düf­ten abde­cken. Wäh­rend sie sozu­sa­gen schrei­en, wir­ken die Düf­te in Natur­kos­me­tik deut­lich sub­ti­ler: Denn hier kom­men äthe­ri­sche Öle aus Blü­ten, Kräu­tern, Höl­zern etc. zum Ein­satz — in der Dusche sor­gen sie nicht nur für natür­li­chen Duft son­dern kön­nen auch, je nach­dem, stim­mungs­auf­hel­lend oder ent­span­nend, bele­bend oder erfri­schend wir­ken. Dabei sind die »Bio-Dusch­ge­le« alles ande­re als lang­wei­lig: Neben den Klas­si­kern mit Laven­del oder Zitrus­no­ten fin­den sich im Regal wal­di­ge und fruch­ti­ge Vari­an­ten, ja sogar der belieb­te Gin Tonic (Wachol­der!) hat es in natur­kos­me­ti­scher Qua­li­tät unter die Dusche geschafft. Eigent­lich klar: Wer sehr sen­si­ble Haut oder All­er­gien gegen Duft­stof­fe hat, greift bes­ser zu duft­stoff­frei­en Varianten.

Fest statt flüssig

Dusch­ge­le gibt es auch in fes­ter Form. Für sie gilt ansons­ten das glei­che, wie für ihre flüs­si­gen Ver­wand­ten. Oder Ihr greift gleich zur guten alten Sei­fe. Anders als Dusch­ge­le, die in der Regel einen haut­neu­tra­len ph-Wert haben, sind Sei­fen von Natur aus basisch. Tat­säch­lich ver­schiebt sich nach dem Waschen mit Sei­fe der ph-Wert der Haut vor­über­ge­hend, stellt sich aber auch sehr schnell wie­der her — für gesun­de Haut kein Pro­blem. Natur­kos­me­ti­sche Sei­fen wer­den aus Pflan­zen­ölen, oft in Bio-Qua­li­tät, gesie­det. Beson­ders fein zum Duschen: Die klas­si­sche Alep­po-Sei­fe, die haut­pfle­gen­des Lor­beer­öl ent­hält. Vor­teil der fes­ten Stü­cke: Dadurch, dass sie kein Was­ser ent­hal­ten, sind sie sehr ergie­big — und sie brau­chen kei­ne Plastikverpackung.

Wir hal­ten fest: Beim Duschen scheint es weni­ger auf das »wie« als auf das »mit was« anzu­kom­men — Natur­kos­me­tik hat hier defi­ni­tiv die Nase vorn (okay, wir sind par­tei­isch und machen auch kein Hehl dar­aus). Die Qual der Wahl habt Ihr trotz­dem: Denn ob Dusch­gel, fes­tes Dusch­gel oder Sei­fe — die Viel­falt im Natur­kos­me­tik-Regal kann sich sehen las­sen und wird allen Haut­be­dürf­nis­sen und Duft­wün­schen gerecht. Die Autorin wird jeden­falls auch heu­te Abend wie­der genüss­lich unter der Dusche ste­hen — mit einem Dusch­gel, das nach Tan­nen­wald riecht und das sie im Bio-Markt ihres Ver­trau­ens erwor­ben hat.


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Die­ser Bei­trag erschien in Aus­ga­be 110 — Früh­jahr 2026

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