BBM_110_Web_Headerbild_BioKlassiker_1200x600px

Der Back-Camem­bert von Öma
Von der Wirts­haus-Spei­se­kar­te ins Kühlregal

Die Geschichte dieses Bio-Klassikers beginnt, wie so viele, in den 1980er Jahren: Erste Bäuerinnen und Bauern im Allgäu haben ihre Betriebe auf ökologische Landwirtschaft umgestellt, doch es fehlten geeignete Strukturen zur Verarbeitung der Bio-Milch.
Bioboom 110 –BioBack Camembert – Bio Klassiker
Bioboom 110 –BioBack Camembert – Bio Klassiker

Siehe auch:

Siehe auch:

Man­gels Alter­na­ti­ven müs­sen sie ihre Milch häu­fig noch als kon­ven­tio­nell ver­mark­ten. Eben­falls in die­ser Zeit zieht es das Ehe­paar Hei­de und Her­mann Beer aus Ber­lin ins All­gäu. Sie begin­nen damit, Bio-Kar­tof­feln, ‑Äpfel und ‑Käse von umlie­gen­den Höfen zu bezie­hen und die ers­ten Bio-Läden in Mün­chen zu belie­fern. Schon bald lag ihr Schwer­punkt voll­stän­dig auf Bio-Käse und dar­auf, Part­ner­be­trie­be zu gewin­nen und Sor­ten­viel­falt anbie­ten zu können.

Georg Ban­tel seni­or bei der Arbeit in der alten Käserei

Einer der ers­ten Part­ner war die Fein­kä­se­rei der Geschwis­ter Ban­tel im öster­rei­chi­schen Mög­gers, übri­gens auch der nächst­ge­le­ge­ne Lie­fe­rant. Kein Wun­der, dass Her­mann Beer öfter auch im fami­li­en­ei­ge­nen Gast­hof der Geschwis­ter Ban­tel vor­bei­schau­te. Dort aß er beson­ders ger­ne den lecke­ren Camem­bert aus der Fein­kä­se­rei, knusp­rig paniert und aus­ge­ba­cken. Und so ent­stand die Idee, den Back-Camem­bert in die Rega­le der Bio-Läden zu brin­gen – eines der ers­ten Con­ve­ni­ence-Pro­duk­te im Kühl­re­gal und bis heu­te ein Renner.

Her­ge­stellt wird der ÖMA Back-Camem­bert damals wie heu­te von den Geschwis­tern Ban­tel. Gegrün­det wur­de ihr Betrieb, von dem aus man das Alpen­vor­land und den Boden­see über­blickt bereits im Jahr 1886. Bis heu­te wird er in nun­mehr 4. Gene­ra­ti­on als Fami­li­en­un­ter­neh­men geführt. Und auch der Back-Camem­bert, der, ganz wie im Wirts­haus, klas­sisch mit Mehl, Ei und Sem­mel­brö­seln paniert und anschlie­ßend in rei­nem But­ter­fett vor­ge­ba­cken wird, hat bereits meh­re­re Gene­ra­tio­nen von Bio-Genießer:innen beglückt und wird das – so hof­fen wir – auch in Zukunft tun. Die Chan­cen ste­hen gut: Denn nicht nur der Back-Camem­bert, auch das einst von Hei­de und Her­mann gegrün­de­te Unter­neh­men ÖMA ist eine Erfolgs­ge­schich­te und fei­ert in die­sem Jahr den 40. Geburts­tag. Die Käse­fans aus der Bio­boom-Redak­ti­on gra­tu­lie­ren herzlich!

 

Die­ser Bei­trag erschien in Aus­ga­be 110 — Früh­jahr 2026

Weiterlesen

Das könnte dir auch gefallen
Falsch gebraten – Vegane Fleischalternativen
Gut essen

Falsch ge(b)raten
Vega­ne Fleischalternativen

Die tra­di­tio­nel­len Fes­tees­sen sind fleisch­las­tig. Wer ange­sichts der opu­len­ten Vor­schlä­ge gera­de in alten Koch­bü­chern den Kopf schüt­telt: Die Rezep­te stam­men aus Zei­ten, als die Men­schen gene­rell weni­ger Fleisch aßen, es weder Dis­coun­ter noch Bil­lig­fleisch aus sol­chen gab und der Kli­ma­wan­del kein The­ma war. Heu­te sieht das anders aus.

BBM 108 – Bio-Klassiker »Weiße Vanille« von Vivani
Gut essen

Bio-Klas­si­ker Viva­ni
Lie­bes­er­klä­rung in weiß

Die Geschich­te beginnt Anfang des neu­en Jahr­tau­sends: Andre­as Mey­er, Schöp­fer der Mar­ke Viva­ni, sucht Part­ner, mit denen er sei­ne Visi­on von nach­hal­ti­ger, öko­lo­gi­scher Scho­ko­la­de auf höchs­tem Genuss-Level umset­zen will.

Bioboom Warenkunde Heimische Lebensmittel Superfoods
Gut essen

regio­na­le Super­foods
Super­foods hei­misch machen

Vie­le Super­foods rei­sen um die hal­be Welt, bevor sie auf unse­ren Tel­lern lan­den. Das muss nicht sein. Wissenschaftler:innen, Bio-Bäuer:innen und Unter­neh­men sind dabei, Qui­noa, Chi­a­sa­men, Kicher­erb­sen und Co. hei­misch zu machen – und es gibt bereits ers­te Erfolge.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner