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»Grü­nes Smør­re­brød«
Fal­scher Lachs mit süßer Senfsauce

Smørrebrød — das sind nicht einfach nur belegte Brote, das ist fester Bestandteil dänischer Alltagskultur, steht für Geselligkeit, Heimatgefühl und Genuss. Dass sich diese schöne Tradition kreativ, modern und rein pflanzlich umsetzen lässt, zeigt die dänische Kochbuchautorin Kirsten Skaarup in ihrem neuen Buch »Grünes Smørrebrød«.
Bioboom 110 – Rezepttipp – Falscher Lachs mit Senfsauce

Fal­scher Lachs mit Senfsauce

für 1 Personen

Zuta­ten

  • 300 g Möhren
  • 1 Bund fri­scher Dill
  • 4 Schei­ben hel­les Sauerteigbrot
  • Cas­hew­creme (Anm. d. Red.: Rezept eben­falls im Buch, bestimmt funk­tio­niert auch ein vega­ne Frischkäsealternative)
  • 2–4 See­tang­blät­ter
  • 2 TL getrock­ne­ter Dill


Für die Marinade

  • 1 EL Olivenöl
  • 2 EL gerös­te­tes Sesamöl
  • 1–2 EL Mirin (oder Agavendicksaft)
  • 1/2–1 TL Liquid Smoke
  • Salz, Pfef­fer aus der Mühle


Für die Senfsauce

  • 2 EL Algen­senf oder ein ande­rer Senf
  • ca. 1 EL Agavensirup
  • 1 Bio-Zitro­ne

Rezept aus: »Grü­nes Smør­re­brød«, Stieb­ner Ver­lag, Rezept­fo­to: © Kirs­ten Skaarup

Zube­rei­tung

1 — Die Möh­ren schön sau­ber schrub­ben, dann der Län­ge nach in weni­ge Mil­li­me­ter dün­ne Schei­ben schnei­den, am bes­ten mit einer Mandoline.

2 — Die Mari­na­de ver­rüh­ren und gut abschme­cken. Sie soll­te sal­zig, rau­chig und süß sein.

3 — Jetzt die Möh­ren­schei­ben auf der einen Sei­te mit der Mari­na­de ein­strei­chen und mit die­ser Sei­te nach unten auf ein Tang­blatt legen.

4 — Dann die Ober­sei­te ein­strei­chen, mit Dill bestreu­en und mit dem ande­ren Tang­blatt bedecken.

5 — Das Gan­ze in ein Stück Alu­fo­lie einschlagen.

6 — Nun kommt das Paket für 20 Minu­ten in den auf 180 °C vor­ge­heiz­ten Ofen.

7 — Nach 10–15 Minu­ten mit einer Gabel ein­ste­chen. Die Gar­zeit hängt von der Dicke der Möh­ren­schei­ben ab. Sie soll­ten nicht zu weich wer­den. Anschlie­ßend aus dem Ofen neh­men und abküh­len las­sen. Falls noch Mari­na­de übrig ist, die­se über die Möh­ren gießen.

8 — Dann kom­men die Möh­ren mit den Tang­blät­tern bis zum nächs­ten Tag in ein ver­schlos­se­nes Glas.

9 — Vor dem Ser­vie­ren den Tang entfernen.

10 — Für die Sau­ce Senf mit Aga­ven­dick­saft ver­rüh­ren und mit Salz und Pfef­fer abschme­cken. Even­tu­ell ein wenig Öl und etwas Zitro­nen­saft hinzufügen.

11 — Jetzt die Brot­schei­ben mit Cas­hew­creme bestrei­chen und den fal­schen Lachs dar­auf ver­tei­len. Mit fri­schem Dill bestreu­en. Die Sau­ce dazu reichen.

Grü­nes Smørrebrød

Pflan­zen-Brot­zeit mit Hygge-Faktor

Smør­re­brød — das sind nicht ein­fach nur beleg­te Bro­te, das ist fes­ter Bestand­teil däni­scher All­tags­kul­tur, steht für Gesel­lig­keit, Hei­mat­ge­fühl und Genuss. Dass sich die­se schö­ne Tra­di­ti­on krea­tiv, modern und rein pflanz­lich umset­zen lässt, zeigt die däni­sche Koch­buch­au­to­rin Kirs­ten Ska­a­rup in ihrem neu­en Buch »Grü­nes Smør­re­brød«. Dort prä­sen­tiert sie eine Fül­le von vega­nen Ideen und Rezep­ten für vega­ne Brot­zei­ten: Vom »fal­schem Hering« aus Auber­gi­ne oder Aus­tern­seit­lin­gen über pikan­te Auf­stri­che und Remou­la­den bis hin zu kunst­voll ange­rich­te­ten Schnitt­chen mit Gemü­se, Nüs­sen, Spros­sen und Kräu­tern. Die Rezep­te dürf­ten allen Spaß machen, die nor­di­sche Küche und Hyg­ge-Gefühl lie­ben. Weil das Auge bekannt­lich mit­isst, sind nicht nur die Rezept­fo­tos aus­ge­spro­chen ästhe­tisch. Mit Kirs­tens Tipps zum Anrich­ten und Deko­rie­ren soll­te das zu Hau­se genau­so ästhe­tisch klap­pen. Zwei Berei­che des Buches haben der Bio­boom-Redak­ti­on beson­ders gefal­len: Da wären zuerst mal die »Fal­schen Fische«, denn vie­le pflanz­lich leben­de Men­schen ver­mis­sen Fisch tat­säch­lich am meis­ten. Begeis­tert sind wir vor allem auch von dem Rezept-Teil am Schluss, der ver­rät, wie man die vie­len klei­nen kuli­na­ri­schen i‑Tüpfelchen sel­ber macht, die wir oft mit Pro­fi-Küchen ver­bin­den: zum Bei­spiel für pflanz­li­che Mayo, Bal­sa­mi­co-Reduk­ti­on (in der dann wie­der­um Wal­nüs­se gerös­tet wer­den kön­nen), selbst­ge­mach­te Gemü­se­chips, Cashew‑, Avo­ca­do- und sons­ti­ge Cremes und mari­nier­te Gemü­se — Klei­nig­kei­ten, die oft schnell gemacht sind und weit über die Rezep­te die­ses Buches zum Ein­satz kom­men können.

Kirs­ten Ska­a­rup, Grü­nes Smør­re­brød – Nor­disch, vegan und vol­ler Geschmack, 248 Sei­ten, Hard­co­ver, Stieb­ner Ver­lag, 28,00 € (D)
Bioboom 110 – Rezepttipp – Mujaddara — Linsen mit Reis & geschmorten Zwiebeln

»Natür­lich vegan«
Mujad­dara

»Das Geheim­nis einer schmack­haf­ten Mujad­dara steckt in den kara­mel­li­sier­ten Zwie­beln, die als Top­ping die­nen und die Mischung aus Reis und Lin­sen mit ihrem rei­chen Aro­ma ergän­zen«. In sei­nem Koch­buch »Natür­lich vegan« hat Juli­us Fied­ler eine sorg­sam aus­ge­wähl­te Kol­lek­ti­on tra­di­tio­nel­ler, vega­ner Rezep­te versammelt.

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Bioboom 110 – Regionalbeilage – Reisalternativen Bulgur, Quinoa & Co.

Reis­al­ter­na­ti­ven
Regio­nal­bei­la­gen

Fast jede:r mag Reis. Trotz­dem fra­gen sich immer mehr Men­schen, ob es nicht auch regio­na­le Alter­na­ti­ven zu den viel­sei­ti­gen Kör­nern gibt. Ant­wort: Ja, und zwar jede Men­ge. Vie­le (Pseudo-)Getreide, die auf unse­ren Äckern seit Jahr­hun­der­ten wach­sen, eig­nen sich bes­tens als Bei­la­ge. Wir stel­len Euch eini­ge von ihnen vor — und wes­we­gen es sich lohnt, sie kennenzulernen.

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