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Pflanzenhaarfarben

Haar­far­ben­froh

Die eigene Haarfarbe findet Ihr langweilig oder die ersten grauen Haare nerven doch mehr als gedacht – Abwechslung wäre mal ganz schön. Aber leider wisst Ihr auch, dass »normale« Haarfarben eine echte Chemiekeule sind?
Pflanzenhaarfarben

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Hoch lebe die Individualität

 

Übri­gens: Auch ganz ohne grau haben Natur­haa­re auf dem Kopf nicht etwa alle eine Far­be, nein, sie sind mal ein biss­chen hel­ler, mal dunk­ler, reflek­tie­ren das Licht unter­schied­lich. Nach einer per­ma­nen­ten Fär­bung ist das vor­bei: Die Che­mie macht sie alle gleich. Bei Pflan­zen­haar­far­ben sorgt das Zusam­men­spiel zwi­schen Aus­gangs­haar­far­be, Nuan­ce und den natür­li­chen Farb­un­ter­schie­den im Haar dafür, dass die Haar­far­be voll­kom­men leben­dig und natür­lich wirkt (genau des­we­gen ist die oben erwähn­te Pro­bes­träh­ne so wich­tig). Da Pflan­zen­haar­far­ben einer Mar­ke in der Regel unter­ein­an­der misch­bar sind, lässt sich das Fär­be­er­geb­nis noch wei­ter indi­vi­dua­li­sie­ren – bis hin zum eige­nen Geheim­ri­tu­al aus Eigen­mi­schung und opti­mier­ter Einwirkzeit.

 

Pflan­zen­far­be aus der Tube

 

Geht das alles viel­leicht auch ein biss­chen ein­fa­cher? Neben den klas­si­schen Pul­vern gibt es Pflan­zen­haar­far­be auch aus der Tube, bereits gebrauchs­fer­tig ange­rührt, so dass sie nur noch auf­ge­tra­gen wird. Wer­muts­trop­fen: Die Aus­wahl bei den Tönen ist nicht annä­hernd so groß.

 

 

Unter­stüt­zung aus dem Pflanzen-Salon

 

Eine wei­te­re Alter­na­ti­ve: Wer gro­ße Farb­ton­schrit­te rein pflanz­lich sprin­gen möch­te, wer sich nicht ganz sicher ist, im Selbst­ver­such wirk­lich die rich­ti­ge Far­be zu tref­fen oder ein­fach kei­ne Lust hat, sel­ber Hand anzu­le­gen, geht zu Haar-Pro­fis, die das Fär­ben mit Pflan­zen im Ange­bot haben. Am bes­ten fragt Ihr aber noch mal genau nach, ob wirk­lich ech­te Pflan­zen­haar­far­ben ver­wen­det wer­den oder ledig­lich die oben beschrie­be­nen »natur­na­hen« Colo­ra­tio­nen. Oder Ihr sucht gleich nach aus­ge­spro­che­nen Natur­fri­seu­rIn­nen, wie sie zum Bei­spiel Culum­na­tu­ra aus­bil­det. Die gibt es noch nicht an jeder Ecke, aber doch fast in jeder Stadt. Sie ken­nen sich mit dem The­ma rich­tig gut aus und fin­den gemein­sam mit ihren Kun­dIn­nen indi­vi­du­el­le Lösun­gen. Außer­dem ver­wen­den sie Natur­kos­me­tik zum Waschen und Sty­len – so wird der Fri­sör­be­such zu einem rich­ti­gen klei­nen Wohlfühlerlebnis.

 

Ech­te Pflan­zen­haar­far­ben mit Brief und (Naturkosmetik-)Siegel fin­den sich – Ihr ahnt es wahr­schein­lich – zuver­läs­sig im Natur­kos­me­tik­re­gal im Bio-Markt oder im Natur­kos­me­tik-Fach­ge­schäft. In den 1980er Jah­ren war es Natur­kos­me­tik-Pio­nier Logo­na, der die ers­ten Pflan­zen­haar­far­ben ent­wi­ckel­te, mitt­ler­wei­le sind wei­te­re Mar­ken wie Kha­di, Aylu­na, San­te hin­zu­ge­kom­men, die mit Nuan­cen, Rezep­tu­ren und Auf­trit­ten unter­schied­li­che Akzen­te set­zen und dazu ein­la­den, den per­sön­li­chen Favo­ri­ten zu entdecken.

 

Die­ser Bei­trag erschien in Aus­ga­be 88 — Herbst 2020

 

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