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Kopf und Bauch

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Detox- & Anti-Pollution-Pflege

Beschüt­zen und befreien

Die Angriffe kommen von ­außen: Umbarmherzige UV-Strahlung, ­Feinstaub, Auto- und ­industrielle ­Abgase. Sogar die Luft in unseren geheizten Behausungen und das blaue Licht unserer Bildschirme. All das attackiert ­unsere Haut und lässt sie vor der Zeit ­altern.
Detox- & Anti-Pollution-Pflege – Naturkosmetik
Detox- & Anti-Pollution-Pflege – Naturkosmetik

Siehe auch:

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Natür­li­che Profis

 

Und natür­lich gibt es unter den natur­kos­me­ti­schen Zuta­ten etli­che aus­ge­spro­che­ne Detox-Pro­fis. Wenn es um Rei­ni­gung geht, ist Erde ein hei­ßer Tipp, und zwar sowohl als Heil­erde, die übri­gens nicht nur braun, son­dern auch grün oder rosa sein kann (zum Bei­spiel von Cat­tier oder Luvos). Oder die marok­ka­ni­sche Lava­er­de, die tra­di­tio­nell in Nord­afri­ka als reiz­freie Rei­ni­gung für Haut und Haar genutzt wird (zum Bei­spiel von Aylu­na oder Logo­na). Die natur­heil­kund­li­che Tra­di­ti­on Euro­pas steu­ert basi­sche Kos­me­tik bei, die Haut und Kör­per sowohl als Bad als auch als Pfle­ge ent­las­ten soll (zum Bei­spiel P. Jent­schu­ra). Es ist sicher­lich kein Zufall, dass vie­le Detox-Kos­me­tik­zu­ta­ten wie Heil­erde, Grü­ner Tee oder kalt­ge­press­te pflanz­li­che Öle auch von innen ange­wen­det wer­den kön­nen – natür­li­che Pfle­ge und Ernäh­rung sind eben ein unschlag­ba­res Team.

 

Schutz­schild gegen den Dreck:
Anti-Pollution-Kosmetik

 

Wäh­rend es beim Detox um das Aus­lei­ten und Ent­gif­ten von dem geht, was bereits im Kör­per bezie­hungs­wei­se der Haut steckt, geht es in der rela­tiv neu­en Spar­te der Anti-Pol­lu­ti­on-Kos­me­tik dar­um, die Haut von vor­ne­her­ein vor schäd­li­chen Ein­flüs­sen zu schüt­zen. War bis vor weni­gen Jah­ren vor allem die UV-Strah­lung als schul­dig an vor­zei­ti­ger Haut­al­te­rung, steht heu­te Luft- und Umwelt­ver­schmut­zung bis hin zum blau­en Licht der Bild­schir­me unse­rer Smart­pho­nes und Lap­tops im Fokus. Der Trend stammt aus Asi­en – Ihr erin­nert Euch bestimmt an Bil­der ­smog­ver­hüll­ter Städte.

 

 

Es leuch­tet ein, dass Smog und Fein­staub nicht nur für die Atem­we­ge, son­dern auch für die Haut eine Zumu­tung sind. Denn die Schmutz­par­ti­kel arbei­ten als Kurie­re und sor­gen dafür, dass an ihnen anhaf­ten­de Par­ti­kel wie Schwer­me­tal­le auf und sogar in die Haut gelan­gen, wo sie unter ande­rem die Kol­la­gen-Mole­kü­le, die für die Elas­ti­zi­tät der Haut sor­gen, zer­stö­ren, besag­te freie Radi­ka­le ent­ste­hen las­sen und die Haut­al­te­rung beschleu­ni­gen. Inso­fern sind Anti-Aging und Anti-Pol­lu­ti­on-Kos­me­tik zumin­dest sehr nahe Ver­wand­te. Neben einer Rei­ni­gung, die mild, aber effek­tiv den Schmutz der Welt wie­der aus dem Gesicht holt, geht es um (Licht-)Schutz, Feuch­tig­keit und Anti-Oxidan­ti­en. Ein Trend, der – sie­he oben – per­fekt zu ­Natur­kos­me­tik passt – und den Fir­men wie Anne­ma­rie Bör­lind und Lave­ra bereits auf­ge­nom­men haben.

 

Ein­cre­men & Engagieren

 

Kei­ne Fra­ge: Es tut gut, sich um sich zu küm­mern. Sich lie­be­voll und sorg­fäl­tig zu pfle­gen, ist ein Wohl­fühl­ri­tu­al, das wir uns gön­nen und das uns – natür­lich – mit ­einer gesun­den und sich gut anfüh­len­den Haut belohnt. Eine aus­ge­wo­ge­ne, voll­wer­ti­ge Ernäh­rung ist nicht nur gut für schö­ne Haut, son­dern macht uns auch hand­lungs­fä­hig im All­tag, eben­so wie Schlaf und Ent­span­nung. Und dann wer­den wir aktiv: Gut ein­ge­cremt (und bis auf wei­te­res selbst­ver­ständ­lich coro­na-kon­form) gehen wir auf die Stra­ße, um gegen die Ver­schmut­zung und Ver­gif­tung unse­rer Umwelt zu demons­trie­ren, tip­pen an unse­ren augen­scho­nend kali­brier­ten Bild­schir­men Peti­tio­nen und ver­net­zen uns für eine Welt, in der sich Anti-Pol­lu­ti­on-Kos­me­tik ein­fach nicht mehr ver­kauft: Weil sie nicht mehr nötig ist.

 

Die­ser Bei­trag erschien in Aus­ga­be 90 — Früh­jahr 2021

 

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