Das Magazin für
Kopf und Bauch

Das Magazin für
Kopf und Bauch

Welche Gewürze »nach Weihnachten schmecken« und wie wir das Beste aus ihnen machen

Stim­mungs­ma­cher

Frisch gebackene Kipferl. Zimtsterne. Dampfender Punsch. Bratäpfel. Na, konntet Ihr sie beim Lesen direkt riechen? Vanille, Nelke, Kardamom und natürlich Zimt – nur ein Hauch in der Nase sorgt für Instant-­Besinnlichkeit. Warum das so ist?
Welche Gewürze »nach Weihnachten schmecken«  und wie wir das Beste aus ihnen machen

Siehe auch:

Siehe auch:

Fair­ness und Qualität

 

Gute Grün­de, bei Gewür­zen auf Bio zu set­zen. Auf Bio-Gewürz­plan­ta­gen wer­den kei­ne Pes­ti­zi­de und Kunst­dün­ger ver­wen­det, die Ver­ar­bei­tung erfolgt sorg­fäl­tig und hand­werk­lich. Der öster­rei­chi­sche Kräu­ter- und Gewürz­spe­zia­list Son­nen­tor setzt auf »Direct Tra­de« – die Ware wird direkt und ohne Preis­spe­ku­la­ti­on von welt­wei­ten Anbau­part­nern bezo­gen. Auch bei Bio-Pio­nier Lebens­baum ist der Auf­bau lang­fris­ti­ger Part­ner­schaf­ten von größ­ter Bedeu­tung. »Die Kul­ti­vie­rung der Roh­wa­ren nach unse­ren Ansprü­chen und den Prin­zi­pi­en des öko­lo­gi­schen Land­baus ver­langt Fach­wis­sen und Hin­ga­be«, heißt es auf der Web­site. »Dafür zah­len wir Prei­se, die die Leis­tun­gen unse­rer Lie­fe­ran­ten ange­mes­sen ent­loh­nen.« Die enge Zusam­men­ar­beit mit sorg­fäl­tig aus­ge­wähl­ten Part­nern ist ein Gewinn für alle Betei­lig­ten, wie das Bio-Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men Heu­schre­cke erläu­tert: Nicht nur, dass Boden und Kli­ma in bestimm­ten Regio­nen beson­ders gut für bestimm­te Gewür­ze geeig­net sind, auch die rich­ti­gen Pflan­zen­va­rie­tä­ten und das Fach­wis­sen der Bio-Bau­ern spie­len eine ent­schei­den­de Rol­le, wie das Unter­neh­men auf sei­ner Inter­net­sei­te informiert.

 

Nicht nur zum Wür­zen, auch als ­Arz­nei und zum Halt­bar­ma­chen waren Gewür­ze im Mit­tel­al­ter gefragt

 

Pur oder gemischt

 

Neben den Mono-Gewür­zen sind auch bei Bio-Kun­den Gewürz­mi­schun­gen sehr beliebt. Und für vie­le Weih­nachts-Klas­si­ker wie Leb­ku­chen, Stol­len, Spe­ku­la­ti­us oder Glüh­wein braucht es tra­di­tio­nell ganz bestimm­te Gewür­ze. Prak­tisch, dass es die­se Mischun­gen auch »in Bio« gibt. Wer in der Küche ger­ne und viel mit Gewür­zen arbei­tet, legt sich viel­leicht einen Vor­rat purer Gewür­ze an: So lässt sich vari­ie­ren und aus­pro­bie­ren – schließ­lich unter­schei­den sich auch die tra­di­tio­nel­len Gewürz­mi­schun­gen von Regi­on zu Regi­on und oft sogar von Haus­halt zu Haus­halt. In jedem Fal­le gilt: Gewür­ze schme­cken frisch am inten­sivs­ten, also am bes­ten mög­lichst klei­ne Men­gen kau­fen, gut ver­schlos­sen dun­kel lagern und zügig ver­brau­chen (die Bio­boom-Redak­ti­on fin­det, Zimt, Kar­da­mom und Co. schme­cken rund ums Jahr!). Gan­ze Gewür­ze ­hal­ten ihr Aro­ma län­ger – wer die Mög­lich­keit hat, Nel­ken oder Kori­an­der frisch zu mah­len, zum Bei­spiel in einer alten Kaf­fee­müh­le oder gedul­dig mör­sert, der wird mit inten­si­vem Duft und Genuss belohnt.

Weiterlesen

Das könnte dir auch gefallen
Eisartikel Bioboom 91 Warenkunde
Gut essen

Eis­kalt erwischt

An den ers­ten war­men Tagen bil­den sich ­direkt die Schlan­gen vor den frisch eröff­ne­ten Eis­die­len. Deko­ra­ti­ve Ber­ge tür­men sich auf, mit Früch­ten und Scho­ko, knall­grü­nes Wald­meis­te­r­eis kon­kur­riert mit pin­ker Himbeere

Falsch gebraten – Titel, vegan, vegetarisch
Gut essen

Falsch ge(b)raten

Die tra­di­tio­nel­len Fes­tees­sen sind fleisch­las­tig. Wer ange­sichts der opu­len­ten Vor­schlä­ge gera­de in alten Koch­bü­chern den Kopf schüt­telt: Die Rezep­te stam­men aus Zei­ten, als die Men­schen gene­rell weni­ger Fleisch aßen, es weder Dis­coun­ter noch Bil­lig­fleisch aus sol­chen gab und der Kli­ma­wan­del kein The­ma war. Heu­te sieht das anders aus.

Gut leben

Win­ter­man­tel für die Haut

Wenn’s drau­ßen kalt wird, möch­te auch die Haut ver­wöhnt wer­den. Ger­ne darf es jetzt ein biss­chen mehr sein: Gehalt­vol­le Lotio­nen, üppi­ge Body-But­ter und reich­hal­ti­ge Öle haben jetzt in der Kör­per­pfle­ge Hochsaison.

Vor Ort

Die Reben­ret­ter

Bio-Win­zer Ste­fan San­der leis­tet einen zutiefst per­sön­li­chen ­Bei­trag zum The­ma Bio-Diver­si­tät: Er ist Reben­ret­ter. In sei­nen Wein­ber­gen in Met­ten­heim baut er his­to­ri­sche Reb­sor­ten an. Neben­ef­fekt ist eine Zeit­rei­se für Wein­ken­ner: Aus der Ern­te ent­ste­hen Wei­ne, deren Vor­gän­ger­ver­sio­nen schon Goe­the und Schil­ler genos­sen haben könnten.